Herner Sonntagsallianz begrüßt den Bochumer Ratsbeschluss zu den verkaufsoffenen Sonntagen
3. Februar 2012
Positiv überrascht waren die Mitglieder und Unterstützer der Herner Sonntagsallianz, als sie von der Abstimmung zu den verkaufsoffenen Sonntagen in Bochum erfuhren. „Dieses ist sicherlich auch ein großer Erfolg für die am 01. Februar 2012 gegründete Bochumer Sonntagsallianz“, so Erich Leichner, Sprecher der Herner Sonntagsallianz. „In Bochum beschäftigten sich Kirchen und Gewerkschaften seit einem Jahr mit dem Thema“, so Erich Leichner weiter.
Über den Sinn und Zweck der Ladenöffnungszeiten (incl. der verkaufsoffenen Sonntage) wird derzeit auch im Düsseldorfer Landtag gestritten. Während SPD, Grüne und Linke sich für eine Eindämmung beim Sonn- und Feiertagsverkauf einsetzen, wollen CDU und FDP ein Festhalten der unter ihrer Regierung erfolgten, Liberalisierung der Öffnungszeiten. Dort soll im März eine
Entscheidung getroffen werden.
Auch in Herne steht in diesen Tagen wieder eine Diskussion zu den verkaufsoffenen Sonntagen an. Derzeit beraten die Bezirkvertretungen über Freigabe von 9 verkaufsoffenen Sonntagen in Herne (4 im Bezirk Herne-Mitte, 4 im Bezirk Wanne und 1 im Bezirk Eickel). Die Entscheidung fällt am 28. Februar im Rat.
Für die vor knapp einem Jahr in Herne gegründete Sonntagsallianz ist das Thema „Verkaufsoffene Sonntage“ nur eins von vielen. „Natürlich würden wir es begrüßen, wenn es landesweit keine verkaufsoffenen Sonntage mehr geben würde“ so Erich Leichner, „sollte die Landesregierung sich aber nur zu einer starken Einschränkung der ausufernden Praxis durchringen, können wir auch damit leben“
Das Ziel der Herner Sonntagallianz ist es, sich für die Kultur des Sonntags zu engagieren, zumal die Wahrung des gemeinsamen Ruhetages schon biblisch verankert und der freie Sonntag die Balance von Arbeit und Ruhe ermöglicht und als kreative Schöpfungspause die Leistungsfähigkeit erneuert. Gleichwohl ist den Mitgliedern der Herner Sonntagsallianz bewusst, dass es Aufgaben gibt, die im Sinne des Gemeinwohls der Sonntagsarbeit bedürfen. Konsumorientierte Ladenöffnungszeiten sind mit dem Gemeinwohl aber nicht zu begründen.







